Neugestaltung und Sanierung Eigerplatz Neugestaltung und Sanierung Eigerplatz

Neugestaltung und Sanierung Eigerplatz

2017

Wir schaffen Platz und Übersicht für alle Verkehrsteilnehmer.

Der Eigerplatz ist in der Stadt Bern ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für alle Verkehrsbeteiligte in der Stadt Bern. BSB + Partner Bern hat als Subunternehmer der Planergemeinschaft Eigerplatz die Bauleitung wahrgenommen und geführt.

Die Gesamtsituation für sämtliche Verkehrsteilnehmer entsprach nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, zudem erreichte praktisch die gesamte öffentliche Infrastruktur in diesem Raum das Ende seiner Lebensdauer. Aus diesem Grund haben sich die drei beteiligten Bauherren entschieden, den gesamten Platz umfassend zu sanieren und umzugestalten. Nebst dem eigentlichen Knoten Eigerplatz wurden in einem grösseren Perimeter die Strassenzüge inkl. der Infrastruktur gesamtsaniert. Der gesamte Baustellenperimeter erstreckte sich über eine Fläche von etwa 30’000m2.

Der zentrale Knotenpunkt wurde bis anhin mittels Lichtsignalanlage geregelt. Neu sind die Hauptachsen in einem ovalen Kreisel gebündelt. Dank der Neuordnung der Verkehrsachsen, konnten erhebliche Verkehrsflächen eingespart werden. Der gestalterische Freiraum wurde dadurch wesentlich erhöht. Zudem sind neu sämtliche Haltestellen des öffentlichen Verkehrs an einem Ort gebündelt. Dadurch konnte der Komfort und die Benutzerfreundlichkeit für die OeV Passagiere erhöht werden. 

Realisierung:

Die Umgestaltung des Eigerplatz erfolgte in 5 Hauptphasen während 21 Monaten. Die Verkehrsführung wurde auf die jeweilige Phase abgestimmt. Insbesondere wegen dem öffentlichen Verkehr musste der jeweilige Bauphasenwechsel Monate zum Voraus definiert und geplant werden.
Im gesamten Projektperimeter wurden die Abwasser-, Gas-, Wasser- und zum Teil die Elektroleitungen ersetzt. Damit während der Sanierung die Ver- und Entsorgung der Anwohner immer gewährleistet war, wurden in jeder Bauphase umfangreiche Provisorien erstellt.
Der Sulgenbachkanal, ein 100-jähriger Mischabwasserkanal, musste auf Grund starker Schäden und undichter Stellen ersetzt werden. Der gewölbte Kanal liegt teilweise im Grundwasser. Er bewältigt Abflussmengen zwischen 400l/s und 10m3/s. Durch die hohen Abwassermengen bei Regen, konnte nur bei Trockenwetter gearbeitet werden. Die Bauarbeiter wurden bei einer aufziehenden Regenfront frühzeitig per SMS gewarnt und mussten die Baugrube jeweils verlassen.
Die Gleisanlagen von Bernmobil inkl. Fahrleitungen und sämtliche Trassen der Weichensteuerung wurden im gesamten Perimeter ersetzt.

Die Hauptarbeiten starteten im April 2016. Am 14. August 2017 konnte die gesamte Anlage, wie geplant, dem Verkehr übergeben werden. Um das enge Bauprogramm immer einhalten zu können, wurde in den Sommermonaten mehrheitlich im Zweischichtbetrieb inkl. Samstagen gearbeitet. Da die einzelnen Bauabläufe sehr eng aufeinander abgestimmt waren, forderte die sehr hohe Arbeitsintensität jeweils ein rasches lösen der anstehenden bautechnischen Herausforderungen.