Gesamtmelioration Eiken Gesamtmelioration Eiken

Gesamtmelioration Eiken

2021

Die erleichterte Bewirtschaftung im Fokus.

Seit Herbst 2017 begleitet BSB + Partner die Bodenverbesserungsgenossenschaft Eiken bei der Gesamtmelioration (GM) Eiken. Das Ziel ist es, die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu erleichtern und Klarheit über die Eigentums- und Pachtverhältnisse zu schaffen. Eine grosse Herausforderung bilden die diversen Erbengemeinschaften.

Die GM Eiken umfasst die offene Flur und die Waldflächen der Gemeinde Eiken sowie Teilflächen der Nachbargemeinden Frick, Sisseln, Münchwilen und Schupfart. Insgesamt sind 310 Grundeigentümer mit 1580 Parzellen betroffen.

Das Ziel der GM Eiken ist es, die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu erleichtern und Klarheit über die Eigentums- und Pachtverhältnisse zu schaffen. Gleichzeitig werden die Interessen von Natur und Umwelt sowie die öffentlichen Anliegen berücksichtigt. Konkret beinhaltet die GM Eiken die Landumlegung und Bereinigung der Grundeigentums- und Pachtverhältnisse sowie bauliche Massnahmen zur Verbesserung und Ergänzung des Flurwegnetzes und des Wasserhaushalts.

Im Februar 2019 wurde der «Alte Bestand» erarbeitet. Die Grundlage bildet die Bonitierung, die mit Hilfe der bestehenden Bodenkarte den Boden qualitativ mit Bonitätspunkten (4 bis 100 Punkte) bewertet. Jedem Grundeigentümer wurde die Summe der Bonitätswerte seiner Grundstücke ausgewiesen.

Mit der derzeit laufenden Erarbeitung des Generellen Projekts (GP) werden das zukünftige Wegnetz und die Entwässerung der Flur definiert. Ebenfalls ist der notwendige ökologische Ausgleich aufzuzeigen.

Parallel zum GP wir der «Neue Bestand» erarbeitet. Alle 310 Grundeigentümer wurden zu einem Wunschtag eingeladen, um ihre «Wünsche» betreffend Lage ihres neuen Grundeigentums mitzuteilen. Darauf abgestützt entwirft BSB + Partner in Zusammenarbeit mit der Ausführungskommission der GM Eiken einen Neuzuteilungsentwurf. Es gilt, den Anspruch der Grundeigentümer auf ähnliche Lage und Güte (Bonitierung) zu berücksichtigen.

Eine Herausforderung bilden die zahlreichen Erbengemeinschaften, die über Generationen die Übersicht der aktuellen Erben verloren haben. Diese Erbengemeinschaften sind nicht mehr handlungsfähig und können das (oft kleine) Grundstück nicht mehr veräussern, da dazu alle Erben einverstanden sein müssten.