Solargis® 2.0 Solargis® 2.0

Solargis® 2.0

01.01.2017

Die Schaffung von Mehrwerten als Ziel!  

Getreu dem Motto: «BSB + Partner fängt dort an, wo andere aufhören», wurde mit Solargis® 2.0 die Datengrundlage geschaffen, um flächendeckende Aussagen über den Einfluss von Solargewinnungsanlagen auf gesamte Elektrizitätsnetze machen zu können.

BSB + Partner analysierte für rund 150’000 Gebäude im Kanton Solothurn und in angrenzenden Gemeinden das Solarpotential. Das war nur mit speziellen Software-Tools und fundierter Expertise möglich. Die vorliegende Datengrundlage zeigt nun die Auswirkungen von Solargewinnungsanlagen auf Elektrizitätsnetze auf. Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, Energie aus erneuerbaren Quellen abzunehmen und die Stromproduzenten ans Netz anzuschliessen. Was einfach tönt, ist eine höchst komplexe Materie: Besonders die Entwicklung hin zu dezentralen Anlagen macht Netzberechnungen im Niederspannungsnetz zu einer äusserst anspruchsvollen Angelegenheit.

BSB + Partner hat es sich zur Aufgabe gemacht, präzise Grundlagendaten für Netzberechnungen mithilfe von Geoinformationssystemen (GIS) zu erheben, aufzubereiten und zu bewirtschaften. Dies ist mit geeigneten Software-Tools möglich, etwa mit Solargis® 2.0. Mit diesem Online-Werkzeug lässt sich mit Dachflächen- und Sonnenverlaufsdaten – kombiniert mit zahlreichen weiteren Grundlagen – das Solarpotential einzelner Gebäude oder ganzer Quartiere ermitteln. Das Solargis® bedient sich dazu komplizierter Algorithmen und Methoden. BSB + Partner berechnete für sämtliche Gebäude im Kanton Solothurn und in angrenzenden Gemeinden flächendeckende Solarpotentialdaten für Indach- und Aufdachanlagen. Diese sind auf dem BSB-System Solargis® ständig abrufbar. Die verschiedenen Resultate generierten die Fachexperten von BSB + Partner mit eigens programmierten Python-Skripts und komplexen Algorithmen. Dabei bildete das ArcGIS-Tool «solar radiation» zur Berechnung der Sonneneinstrahlung das Kernstück der gesamten Modellierung. Das dabei verwendete digitale Oberflächenmodell betrachtet die Vegetation und die Infrastruktur als Teil der Oberfläche und weist eine Auflösung von 50 Zentimetern auf.

Dank dieser hohen Auflösung lassen sich die Verschattungen von Bäumen und Nachbargebäuden auf jede einzelne Dachfläche genau berücksichtigen. Anders als herkömmliche Solarkataster verwendet Solargis® reale Werte aus bestehenden Solaranlagen, um die Modellrechnungen zu kalibrieren und zu verifizieren.

Riesige Datenmengen

Als grosse Herausforderung beim Berechnen und Erstellen der Solarpotenzialdaten entpuppte sich der Umgang mit der riesigen Datenmenge. Für die rechenintensiven Algorithmen und die Entwicklung der neuartigen Methodik zur Unterscheidung zwischen Indach- und Aufdachanlagen brauchte es rund ein Terabyte Speicherplatz. Die reine Rechenzeit für die Datenerstellung betrug rund 36’000 Stunden – das entspricht mehr als vier Jahren. Dank den äusserst leistungsfähigen Servern von BSB + Partner liessen sich auf dem virtuellen Rechner jedoch bis zu 14 Prozesse gleichzeitig starten, was die Performance entsprechend steigerte.

Die Solarpotentialdaten liegen nun flächendeckend vor. Das berechnete und bereitgestellte Gebiet umfasst rund 150’000 Gebäude. Für jedes Gebäude wurden nebst dem Solarpotenzial auch Flächen, Kosten, Amortisationszeiten und weitere Kennwerte ermittelt. Diese sind für jedes Gebäude in einem Report zusammengestellt und als PDF aufbereitet. Die Resultate sind für jede Gemeinde, die über Solargis® 2.0 verfügt, auf www.solargis.ch oder auf www.infogis.ch öffentlich zugänglich.

Enormer Mehrwert

Zusammen mit einem detaillierten Werkkataster «Elektrizität» – in dem sämtliche Kabel, Anlageteile und Schaltzustände abgebildet und topologisch verknüpft sind – können nun dank den vorliegenden Daten in einem Netzberechnungs- und Simulationsprogramm wie NEPLAN erhebliche Mehrwerte geschaffen werden. Konkret lassen sich beispielsweise ganze zusammenhängende Netze berechnen, analysieren und gegenseitige Einflüsse von Solaranlagen simulieren. Als spezialisierter GIS-Dienstleister verwaltet BSB + Partner für viele Netzversorger und Gemeinden Tausende Kilometer Stromkabel, Abertausende Kilometer Rohre und unzählige Objekte weiterer Medien im GIS-System. Die Datensätze «Elektrizität» mit den topologisch richtig abgebildeten Stromkabeln können nun mit den Solarpotentialdaten überlagert und ausgewertet werden. Daraus entsteht zusätzlich ein enormer Mehrwert.